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Aberglaube, Teufelswerk und Hexenprozesse im Odenwald
Papst Innozenz VIII. unterzeichnete 1484 die von Henricus Institoris geschriebene apostolische Bulle “Summis desiderantes affectibus“, die dem nächsten Werk von Institoris die rechtliche Grundlage geben sollte: Malleus maleficarum 1486 – der Hexenhammer. Es war eine Legitimation der Hexenjagd. Damit begann eine Verfolgungswelle, die in ganz Europa von 1450 bis 1750 bis zu 60.000 Todesopfer forderte.

Das Gebiet des heutigen Deutschlands stellte einen unrühmlichen Schwerpunkt dar. Doch auch wenn es so scheint – die Hexenverfolgung war keine Erfindung der Kirche. Hexenprozesse waren weltliche Prozesse. Die Obrigkeit spielte eine große Rolle, aber die Hexenverfolgung wurde auch aus der Gesellschaft vorangetrieben. Hexenverfolgung war nicht überall gleich verbreitet. Wie haben sich die Hexenverfolgungen im Odenwald gespiegelt?
Wo und wie wurden im Odenwald Hexen verfolgt? Der Vortrag von Antje Vollmer wird neben den rechtlichen und historischen Voraussetzungen für die Hexenverfolgungen auch ganz konkrete Beispiele erörtern. Dabei werden tradierte Vorurteile ausgeräumt, aber auch überraschende Tatsachen enthüllt - und wieder einmal wird sich die Geschichte als höchst aktuell herausstellen.